Der Großteil der Wasserstraßen
in Berlin und Brandenburg wird heute vorrangig von Sportbooten genutzt.
Jahrhunderte lang hatten die Wasserstraßen jedoch eine bedeutende Funktion als
Verkehrsweg für den Handel und den Transport von Baumaterialien vor allem für
den Aufbau Berlins. Um 1900 kamen zum Teil täglich mehr als 400 Schiffe in die
Stadt.
Unser Tourenvorschlag vermittelt Ihnen ein kontrastreiches Programm zwischen
Industrie- und Technikgeschichte, Landschaftserlebnis und einer Besichtigung
Berlins vom Wasser aus.
Die Tour beginnt im Zentrum Berlins am historischen Hafen in Berlin Mitte
direkt neben der Mühlendammschleuse. Dort können Sie nicht nur eine
beeindruckende Sammlung historischer Schiffe, sondern auch eine Ausstellung
über 250 Jahre Binnenschifffahrtsgeschichte besichtigen.
Nur unweit des Hafens befindet sich der U-Bahnhof Märkisches Museum. Über die
Linie 2 Richtung Ruhleben erreichen Sie nach sechs Stationen das Deutsche
Technikmuseum, ein „Muss“ für jeden Technikliebhaber. Ein
Ausstellungsschwerpunkt ist dabei auch die Schifffahrt.
Mit dem Boot geht es vom historischen Hafen über die Spree durch die Berliner
Innenstadt mit zahlreichen Baudenkmälern an beiden Uferseiten. Bei km 14,5
zweigt die Tour in einen der ältesten Häfen Berlins, den Humboldthafen, ab und
führt Sie auf dem Spandauer Schifffahrtskanal vorbei an traditionellen Berliner
Industriestandorten bis in den Tegeler See.
Weiter geht die Fahrt nun auf der Oder-Havel-Wasserstraße. Während bis
Oranienburg vor allem Industriebauten das Bild prägen, ist anschließend die
Natur Ihr ständiger Begleiter. Bei km 50,4 zweigt der Finowkanal ab, die
älteste noch befahrbare künstliche Wasserstraße Deutschlands und ein echter
Höhepunkt dieser Tour.
Auf diesem erst seit kurzem wieder schiffbaren Kanal können Sie zwölf Schleusen,
Wehre und andere technischen Anlagen bestaunen – darunter die Stadtschleuse
Eberswalde, die älteste noch in Betrieb befindliche Originalschleuse
Deutschlands. Entlang der teilweise wildromantischen Strecke finden Sie auch
zahlreiche Gaststätten, Unterkünfte sowie Fahrradverleihstationen, und auch die
Stadt Eberswalde lädt zu einem Rundgang ein.
Bei Liepe mündet der Finowkanal wieder in die Oder-Havel-Wasserstraße. Bis zum
liebenswerten Städtchen Oderberg geht die Fahrt durch die reizvolle Landschaft
des Oderbruchs. In Oderberg steht ein Besuch des Binnenschifffahrtsmuseums auf
dem Programm, dessen Hauptattraktion ein 1897 erbauter Schaufelraddampfer ist.
Damit ist auch der Wendepunkt der Tour erreicht – Zeit, den Rückweg anzutreten.
Auf dem Oder-Havel-Kanal erwartet Sie bei der Rücktour aber noch das
spektakulärste technische Denkmal in Brandenburg: das Schiffshebewerk
Niederfinow. Dort wird Ihr Boot in nur fünf Minuten um 36 m gehoben. Über den
Oder-Havel-Kanal geht es nun zurück nach Berlin, nicht aber ohne einen
Abstecher auf einen der schönsten und klarsten Seen Brandenburgs, den
Werbellinsee, zu unternehmen. Dort können Sie die Tour mit einem
eindrucksvollen Natur- und Badeerlebnis krönen.
